Krapfen, Berliner Kuchen, Lukasch

Hier kriegen die Krapfen ihr “Fett weg” oder “Den Ballen verfallen”!

Ein Berliner Pfannkuchen ist luftig und soft im Biss!

Heute sind Berliner oder Krapfen in vielen Ländern unter verschieden Namen bekannt.
Die Bezeichnung Kreppel (Kräppel) ist in Hessen üblich, Pfannkuchen wird insbesondere in Berlin und Sachsen verwendet. Krapfen werden in Teilen Süddeutschlands als Schmalznudeln bezeichnet. Im Saarland heißen sie Faasekiechelcher oder Heefmeisja. Sie werden in vielen Variationen aus Hefeteig zu kleinen Ballen geformt.
So entsteht der schöne weiße Rand, den weißen Streifen bekommen sie nur wenn die Teigrezeptur, die Teigfestigkeit und die Teigtemperatur stimmt. Sind die Krapfen zu wenig aufgegangen, werden sie kugelig und der schöne weiße Rand bleibt leider aus! Ist das Frittierfett noch zu kalt, dauert die Backzeit zu lange und der Krapfen nimmt zu viel Fett auf. Nötig sind 180 Grad, sie werden in Pflanzenöl ausgebacken und anschließend lecker gefüllt – eine köstliche Spezialität!

Heutzutage lassen die Füllungen keine Wünsche offen: Der Klassiker, die Konfitüre, ist am meisten verbreitet, gefolgt von Vanille, Pflaumenmus, Eierlikör, Cappuccino-Moccacreme, Mohn, Schoko-Nougat, eine Haube von süßem Schnee oder feinster Zuckerguss runden den Geschmack ab. Der Kreppel gilt  besonders in der Faschingszeit als wahres Kultgebäck und ist auch zu Silvester ein traditionelles Gebäck.

Das Beste dieser süßen Versuchung, Sie dürfen Naschen: Mit nur 8 Gramm Fett schlägt der Kreppel nicht gleich auf die Hüften.

60 Gramm schwer, 190 Kcal,  765 Kj, 4 Gramm Eiweiß, 25 Gramm Kohlenhydrate und 8 Gramm Fett.

Einer populären Legende nach wurden Berliner Pfannkuchen im Jahre 1756 von einem Berliner Zuckerbäcker erfunden, der als Kanonier unter Friedrich dem Großen dienen wollte und sich als wehruntauglich erwies, jedoch als Feldbäcker beim Regiment bleiben durfte. Sozusagen „zum Dank“ schuf er die ersten „Pfannkuchen“, gab den Hefeteigstücken die runde Ballenform von Kanonenkugeln und backte sie. Da kein Backofen zur Verfügung stand, backte er sie über offenem Feuer in einer mit heißem Fett gefüllten Pfannen.

Hier ein Versuch zum selbst Backen
Grundrezept für Berliner Pfannkuchen

  • 500 g Weizenmehl
  • 60 g Zucker
  • 60 g Margarine
  • 10 g Salz
  • 150g Ei ( ca 3 Stück)
  • ca. 150 g Wasser, ca. 36°C
  • 42 g Hefe (1 Würfel) nach Wunsch Vanille oder Zitrone-Aroma.

Aus allen Zutaten einen Teig kneten, die Teigtemperatur sollte 28°C sein.

Den Teig ca. 25 Minuten ruhen lassen, dann zusammenlegen. Nochmals 25 Minuten ruhen lassen und ihn danach aufarbeiten.
Zu runden Berlinern, langen Kreppeln, Brezeln, Kringel usw. formen.
Diese Gebäcke abdecken, warm stellen und aufgehen lassen.
Dann in das auf ca. 175 °C erwärmte Fett geben und die Fritteuse abdecken, damit sich Dampf bildet. Nach ca. 3 – 4 Minuten umdrehen und so lange frittieren, bis die Seite eine braune Farbe hat. Danach noch einmal umdrehen und kurz backen – Dadurch bleibt die Oberseite der Berliner glatt und fällt nicht zusammen.
Nach dem Backen können Sie die Kreppel mit Marmelade füllen (mit einem Spritzbeutel).
Die Berliner noch warm zuckern und wenn sie kalt sind, mit Puderzucker bestäuben.

Viel Spaß, Petra Lukasch